Wissenswertes

Wandertipps und Infos

Allgaeuer Seen-Landschaft Hopfensee

Wissenswertes Allgäu – Hopfensee

Jede Wanderung erfordert ein gewisses Maß an Vorbereitung. Wie komme ich zum Startpunkt der Tour, was muss in den Wanderrucksack, wie ist die Wegbeschaffenheit? Diese und andere Fragen sollten unbedingt vor der Wanderung geklärt werden. Wichtige Informationen und Tipps für Ihre Wanderung im Allgäu finden Sie hier.

Die Anreise ins Allgäu

Anreise: Mit dem Pkw sind von Norden her das westliche Allgäu über die A7 und die A 96, das Oberallgäu über die A 7 und das Ostallgäu über die A7 oder alternativ über die B 16 und B 17 (Romantische Straße) zu erreichen. Im Südwesten findet man über das Rheintal von der Schweiz und von Österreich aus Anschluss an das Allgäuer Verkehrsnetz. Von Westen kann man auf der B31 vom Bodenseegebiet und auf der B 32 von Oberschwaben in das Allgäu anreisen. Im Südosten treffen die Straßen aus dem Lechtal, über den Fernpass und von Oberammergau in Reutte zusammen und führen von dort in das nahe Oberallgäu. Im südlich von Reutte im Inntal gelegenen Weißbach läuft die österreichische B 199 durch das Tannheimer Tal zum Oberjoch, wo sie Anschluss an das Oberallgäuer Straßennetz findet. Zusätzlich ist das Tannheimer Tal von Pfronten aus auf der Straße durch das Enge-Tal zu erreichen. Mit der Bahn sind die größeren Orte wie Oberstaufen, Oberstdorf oder Füssen problemlos zu erreichen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Schlossbergalm Ostallgaeu

Wissenswertes Allgäu – Blick von der Schlossbergalm

Öffentliche Verkehrsmittel: Das Allgäu und das Tannheimer Tal besitzen ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz. Die Ausgangspunkte der meisten beschriebenen Touren sind daher mit Bahn oder Bus zu erreichen. Fahrplanauskünfte erteilt auf deutscher Seite: Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn: Tel. 194 19 und www.bahn.de.

Fahrplanauskunft für Busse im Allgäu: Regionalverkehr Schwaben-Allgäu, Tel. 08322/ 967 70;

Linienverkehr Komm mit, Tel. 08321/ 90 77. Fahrplanauskunft für Busse im Tannheimer Tal: Tourismusgemeinschaft Tannheimer Tal, Postfach 21, A-6675 Tannheim, Tel. +43/(0) 5675/62 530, www.tannheimertal.at

Wandern mit Kindern

Wanderungen mit Kindern sind ein ganz besonderes Erlebnis, denn sie bieten die Möglichkeit, die Welt erneut mit Kinderaugen zu sehen. Viele Dinge, die ohne Kinder unbeachtet bleiben würden, rücken wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Eine geheimnisvoll verschlungene Wurzel, ein umgestürzter und mit Pilzen überwucherter Baum, eine dunkle Felsspalte oder die glitzernden Steine am Rand eines Flusses werden plötzlich wichtige Bestandteile der Natur, die ausführlicher Betrachtungen und Erklärungen bedürfen. Nur wenn man mit Kindern im Freien unterwegs ist, lernen sie die Natur kennen und schätzen und nur mit den Kindern lernen wir wieder die kleinen, unbedeutenden Dinge in der Natur entsprechend wahrzunehmen.

Ähnlich wie die Großen fasziniert natürlich auch die Kleinen die Verbindung einer Wanderung mit den Erlebnissen am Wasser. Anders als bei den Eltern sind es aber nicht die optischen Eindrücke, die Blicke auf Seen oder Wasserfälle. Das kindliche Erleben ist unmittelbarer, taktiler geprägt. Kinder wollen fühlen und anfassen. Mit eigenen Händen einen kleinen Staudamm bauen oder die Füße in einen eiskalten Bach tauchen, das sind die Erlebnisse der Kleinen, die ein gelungener Wandertag beinhalten sollte.

Dementsprechend müssen Eltern darauf achten, die richtigen Touren auszuwählen. Entsprechende Wanderungen sind nicht zu lang und bieten die Möglichkeit, abwechslungsreiche Pausen einzulegen. Wie bei Wandergruppen von Erwachsenen sollte selbstverständlich auch bei Familien der Schwächste die Auswahl des Zieles und das Tempo bestimmen. Denn nur wenn man die Kinder nicht überfordert, kann man sie auch in Zukunft wieder für Wanderungen begeistern. Gerade in diesem Buch findet man eine Vielzahl kürzerer und einfacherer Wanderungen, die ausgesprochen gut für Familien geeignet sind. Mit den Jahren und der nach und nach gewonnenen Kraft und Erfahrung lassen sich die Ziele dann steigern. Was alle Touren jedoch besonders interessant macht, das ist die Verbindung von Wandern und Wasser. Jede Tour bietet die Möglichkeit, verspielte Abenteuerpausen am Wasser einzulegen. Und so manche Wanderung lockt zusätzlich mit herrlichen Badeplätzen, die Kinder ganz besonders begeistern werden. Nehmen sie sich also nicht zu viel vor und genießen sie einen Familienwandertag am Wasser.

Murmeltiere auf einer Allgäuer Bergwiese

Wissenswertes Allgäu – Murmeltiere beim Spielen

Wanderausrüstung: Was muss mit?

Abgesehen von einigen leichten Seewanderungen im Alpenvorland sind auf allen Touren in diesem Band feste Wander- oder Bergschuhe unerlässlich. Am wohlsten fühlt sich der Körper in spezieller Bergbekleidung, die den Schweiß nicht aufsaugt, sondern nach außen abführt. Moderne, wind- und wasserdichte Oberbekleidung sollte bei jeder Tour dabei sein, um für einen Wetterumschwung gerüstet zu sein. Ausreichende Verpflegung und ein großzügig bemessener Getränkevorrat versüßen nicht nur die Pausen, sondern können im Notfall überlebenswichtig sein. Eine kleine Apotheke, Sonnenschutzmittel und eine Taschenlampe für Notfälle finden in jedem Rucksack Platz. Wanderstöcke entlasten nicht nur die Knie, sondern geben auf Geröll oder im Frühjahr auf Altschnee zusätzliche Sicherheit. Mit einem Mobiltelefon kann man auch im Notfall unter der Nummer 112 (die auch ohne Netzkarte zu erreichen ist) meist eine schnelle Hilfe organisieren. Auf keinen Fall aber sollte man durch die vermeintlich größere Sicherheit, die ein Mobiltelefon verspricht, zusätzliche Risiken auf sich nehmen!

Da viele Touren an Gewässern entlangführen, kann, gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, ein kleines Handtuch oftmals gute Dienste leisten. Aber auch Erwachsene werden durch einen sprudelnden Bach oder durch einen stillen See schnell dazu verleitet, die Füße ins kühle Nass zu tauchen. Dann heißt es gut abtrocknen, um Blasen zu vermeiden. Eine komplette Badeausrüstung ist natürlich auf all jenen Wanderungen angesagt, deren Routen zu Badestellen führen. Entsprechende Hinweise findet man in den Informationen am Beginn der Touren.

Die geeignete Jahreszeit

Hotel Post in Nesselwang

Wissenswertes Allgäu – Bierbrauerei im Hotel Post in Nesselwang

Selbst im Winter lassen sich bei wenig Schnee einige der Voralpentouren unternehmen. Besonders gemütlich wird dann eine Einkehr in der Abenddämmerung, um mit heißen Getränken die Lebensgeister wieder zu wecken. Selbst im Gebirge sind im Winter einige talnahe Wege geräumt und Bergdörfer wie Gerstruben verströmen mit ihren alten, von dicken Schneemützen bedeckten Bauernhöfen einen besonderen Reiz. Ein ganz besonderes Erlebnis bieten im Winter die zugänglichen Schluchten und Wasserfälle wie zum Beispiel die Breitachklamm, die der Frost zu einer bizarren Welt aus Eis erstarren lässt. Allerdings ist jetzt auch erhöhte Vorsicht geboten, denn auf den vereisten Wegen kann ein Ausrutscher fatale Folgen haben.

Die niedrigeren und nach Süden exponierten Touren sind die richtigen Ziele für das Frühjahr und den Spätherbst. Während die Berge nochoderschonwiederuntereinerdicken Schneeschicht begraben sind, kann man hier die wärmenden Strahlen der Sonne genießen. Gerade an den langen Tagen im Frühjahr lassen sich schon ausgedehnte Wanderungen unternehmen und die Natur verwöhnt uns jetzt mit der schönsten Blumenpracht. Ausgesprochen eindrucksvoll gebärden sich im Frühjahr viele Klammen und Wasserfälle. Während nach langen Schönwetterperioden im Sommer oder Herbst oftmals nur magere Wasserstreifen über die Felswände herabfallen und schmale Bäche durch die Klammen sprudeln, kann man während der Schneeschmelze im Frühjahr an tosenden Wasserfällen und tobenden Schluchtbächen die unbändige Kraft der Natur eindrucksvoll erleben.

Ab Juni kann man sich an die beschriebenen Hochtouren wagen. Dabei ist zu bedenken, dass an nordseitigen Wegstrecken Altschneereste bis weit in den Juni hinein Probleme bereiten können. Im Hochsommer können wir das Hochgebirge dann problemlos durchqueren. Die nun vermehrt auftretenden Gewitter erfordern jedoch eine genaue Wetterbeobachtung. An sehr heißen Tagen locken in dieser Zeit wieder die Touren am Alpenrand mit einem erfrischenden Bad in einem der zahlreichen Seen und Teiche. Vor allem die Kinder werden es einem danken, wenn man den Ehrgeiz ein wenig zurückstellt und trotz oder gerade wegen des schönen Wetters auf Touren setzt, die viel Zeit zum Baden oder Spielen in einem Wildbach erlauben. Die schönste Jahreszeit für ausgedehnte Bergtouren ist zweifellos der Herbst. Die Temperaturen sind wieder angenehm und die klare Luft ermöglicht grenzenlose Fernblicke. Auf den Bergseen spiegelt sich nun oft ein makellos blauer Himmel und die Murmeltiere sind bei ihrer hektischen Futtersuche vor dem langen Winterschlaf oftmals gut zu beobachten.

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