Wanderung von Oberstdorf nach Gerstruben

An den Nordhängen von Mädelegabel, Trettachspitze und Kratzer entspringt die Trettach und zwängt sich durch ein enges Tal nach Norden. Mehrere wasserreiche Seitenbäche strömen aus dem wilden Bergland im Osten der jungen Trettach zu und lassen sie schnell zu einem imposanten Fluss anwachsen, der sich nördlich von Oberstdorf mit der Stillach zur Iller vereint. Rund um das lang gezogene Trettachtal findet der Wanderer Touren unterschiedlichster Länge und Schwierigkeit.

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Oberstdorf Wanderung – Höfe von Gerstruben

Die Wanderung Oberstdorf-Gerstruben auf einen Blick

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Schwierigkeit
4 Std.
Gehzeit
13 km
Länge
je 350 Hm
Höhendifferenz

Durch´s Trettachtal nach Gerstruben

Wir nehmen einen einfachen Weg, der auf weiten Strecken dem Lauf des Flusses folgt. Ausgangspunkt ist der bekannte Fremdenverkehrsort Oberstdorf, von dem wir ohne große Steigungen zum malerischen Christlessee wandern. Ein steiler Abstecher führt nach Osten in das versteckte Tal des Dietersbachs, über dem die berühmte Berggestalt der Höfats aufragt.

Vorbei an alten Bergbauernhöfen

Entlang der wild-romantischen Schlucht des Hölltobels, mit der der Dietersbach den Steilabbruch ins Trettachtal überwindet, führt ein Weg von den Wiesen im Trettachtal hinauf in die Höhensiedlung Gerstruben. Hier erzählen uns die alten, vom Wetter gegerbten Höfe vom harten und abgeschiedenen Bergbauernleben der vergangenen Jahrhunderte.

Start an der Nebelhornbahn in Oberstdorf

Der Christlesee im Trettachtal - Oberstdorf Wanderung

Oberstdorf Wanderung – Christlessee

Von Oberstdorf ins Trettachtal Von der Talstation der Nebelhornbahn in Oberstdorf gehen wir kurz an der Trettach entlang flussauf zu einer Straßenbrücke. An ihrer rechten, westlichen Seite beginnt ein Wanderweg. Er führt uns am Ufer des wasserreichen Flusses entlang zum Café Jägerstand. An dieser Stelle wechseln wir auf der Brücke zu einer Kiesstraße auf die linke, östliche Seite der Trettach, der wir nach rechts folgen. Bald zweigt links ein Sträßchen und der Weg ins Oytal ab. Wir bleiben aber im Tal der Trettach und schlendern geradewegs über die Wiesen zum Gasthof Gruben. Noch haben wir uns keine Rast verdient und so gehen wir geradewegs am Gasthof vorbei. Bald führt uns ein schöner Alleeweg über die Wiesen in den Wald. Rechts kann man hier problemlos einen Abstecher zur nahen Trettach unternehmen. Für Kinder bieten sich die sonnigen Sandbänke am Flussufer als herrlicher Spielplatz an.

Naturschauspiel Höhensiedlung Gerstruben

Allzu lange sollte man sich aber nicht aufhalten, denn noch liegt der Großteil des Weges vor uns. Durch den Wald führt uns der Wanderweg zu den ersten Häusern von Dietersberg. Der Weg schwenkt rechts zum Fluss und stößt neben einer Brücke auf die für den allgemeinen Verkehr gesperrte Fahrstraße, der wir nach links folgen. Bald erreichen wir eine Weggabelung, an der links die Straße hinauf nach Gerstruben abzweigt. Wer den steilen und steinigen Anstieg entlang dem Hölltobel nach Gerstruben vermeiden will, der kann hier links abbiegen. Wir wollen uns das Naturschauspiel Hölltobel aber nicht entgehen lassen und folgen geradewegs der Fahrstraße, die an den Häusern von Dietersberg entlangläuft. Auch hier finden wir wieder eine der zahlreichen Einkehrmöglichkeiten. Wir wandern geradewegs sanft ansteigend weiter durch die Wiesen, bis links der nach Gerstruben und zum Hölltobel ausgeschilderte Weg abzweigt.

Historische Höhensiedlung Gerstruben

Die Hoehensiedlung Gerstruben

Oberstdorf Wanderung – Höfrat über der Höhensiedlung Gerstruben

Abstecher zur Höhensiedlung in Gerstruben. Der Weg läuft noch ein kurzes Stück über die Wiesen und erreicht dann den steilen Waldhang. Rechts strömt der Dietersbach aus der schmalen, Hölltobel genannten Klamm, die wie mit einem Riesenmesser in den Fels geschnitten scheint. Der jetzt steinige Steig schlängelt sich links der Schlucht aufwärts und bald zweigt rechts ein Weg ab und leitet zu einem nahen Steg. Er überspannt die beeindruckend enge Schlucht und dient als eindrucksvoller Aussichtspunkt hinab auf den in dunkler Tiefe rauschenden Dietersbach. Nach dem Abstecher folgen wir weiter dem steilen Weg, der sich links der Klamm aufwärtswindet. Bald führt erneut ein kurzer Abstecher nach rechts zum Rand der Schlucht. Der Bach stürzt hier als mächtiger Wasserfall zu Tal und hat tiefe Wasserbecken in den Fels gefräst. Der Weg wendet sich nach links und führt uns zur Fahrstraße hinauf.

Wir folgen ihr nach rechts und wandern über die Wiesen in das nahe Gerstruben (1155 m) hinauf. Von der Weggabelung vor dem ersten Hof geht es links zum nahen Gasthof hinauf, der nach dem steilen Anstieg eine herrliche Aussicht bietet. Der Weiterweg führt allerdings von der Kreuzung rechts zwischen den alten Höfen hindurch. Malerisch klammern sich die sonnengebräunten, großteils aus Holz erbauten Gebäude an den steilen Wiesenhang und über der kleinen Kapelle setzt sich die steilgipflige Höfats mächtig in Szene.

Im felsigen Tobel

Zum Christlessee und zurück nach Oberstdorf Rechts führt uns nach dem ersten Hof ein schmales Weglein über die Wiese abwärts ins Tal des Dietersbaches. Über eine mit einem Seil gesicherte Felsstelle geht es zum Bach hinab, der sich wenige Meter unterhalb am unzugänglichen Beginn des Hölltobels tief in den Fels einschneidet. Ein Brückchen leitet uns über den Bach und jenseits steigen wir kurz aufwärts zur Rautwiese.

Anschließend führt uns der Weg in Kehren durch den steilen Waldhang zu dem breiten Wanderweg hinab, der östlich der Trettach nach Spielmannsau verläuft. Wir gehen aber nicht links talaufwärts, sondern wenden uns nach rechts und schlendern ohne Mühe auf dem schattigen Weg zu den Wiesen von Gottenried. Beim ersten Haus wechseln wir auf eine schmale Teerstraße, die uns zu einer Kreuzung vor dem Dietersbach führt.

Karte zur Wanderung von Oberstdorf nach Gerstruben

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Oberstdorf Wanderung – Wanderkarte

Für den Abstecher zum malerischen Christlessee folgen wir der breiten Schotterstraße nach links. Bald wandern wir geradeaus über die Trettach zu einer Kreuzung. Wir folgen der Teerstraße, die durch den Wald und über Wiesen zum schön gelegenen Gasthof Christlessee führt. Nur ein kurzes Stück ist es noch vom Gasthof aus zum geheimnisvoll schimmernden Christlessee.

Das Wasser des Sees, der keinen Zulauf besitzt, sprudelt aus dem verkarsteten Untergrund. Berühmt ist der Christlessee für die grünen und türkisen Farbschattierungen, in denen sein Wasser leuchtet.

Vom See wandern wir auf dem bekannten Weg zurück zu der Kreuzung unterhalb von Gottenried. Wir halten uns links, überqueren den Dietersbach und steigen über aussichtsreiche Wiesen sanft bergan. Bald ist der Abzweig in den Hölltobel erreicht, an dem sich der Kreis schließt. Geradeaus geht es nun auf schon bekanntem Weg über Dietersberg und Gruben zurück zur Talstation der Nebelhornbahn in Oberstdorf.

Infos zur Wanderung von Oberstdorf nach Gerstruben

Wegverlauf Oberstdorf – Dietersberg – Gerstruben – Gottenried – Christlessee – Dietersberg – Oberstdorf
Charakter Eine einfache Talwanderung mit einem nicht allzu langen Anstieg nach Gerstruben, die beeindruckende Blicke auf das Allgäuer Hochgebirge bietet. Höhepunkte der Tour sind der wilde Hölltobel, die alte Bergsiedlung Gerstruben und der malerische Christlessee.
Ausgangs- und Endpunkt Die Parkplätze in der Nähe der Nebelhornbahn in Oberstdorf.
Anfahrt Mit dem Auto auf der B 19 durch das Illertal nach Oberstdorf und der Beschilderung folgend zur Talstation der Nebelhornbahn am südöstlichen Ortsrand. Oberstdorf ist mit der Bahn und mit verschiedenen Buslinien hervorragend zu erreichen.
<Gehzeiten Oberstdorf – Dietersberg 1.15 Std. – Gerstruben 0.45 Std. – Christlessee 0.30 Std. – Oberstdorf 1.30 Std.
Beste Jahreszeit Frühjahr bis Spätherbst, auch im Winter teilweise geräumt
Karte Topografische Karte 1:50 000 des Bayer. Landesvermessungsamtes, Blatt Allgäuer Alpen.
Einkehr Mehrere Gasthöfe entlang der ganzen Strecke.
Informationen Tourismus & Sport Oberstdorf, Prinzregentenplatz-Platz 1, 87561 Oberstdorf, Postfach 13 20, 87553 Oberstdorf, Tel. 08322/70 00, Fax 08322/70 02 36, E-Mail: info@oberstdorf.de, www.oberstdorf.de.
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