Zur Bad Kissinger Hütte auf dem Aggenstein

Von Roter Flüh und Gimpel, den berühmten Tannheimer Kletterbergen, zieht ein Bergkamm nach Nordwesten zum markanten Felshorn des Aggensteins. Von Grän aus erschließt die Seilbahn zum Füssener Jöchl das herrliche Wandergebiet, das diesen Bergkamm und einige Seitenkämme erschließt.

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Bad Kissinger Hütte Aggenstein – Blick vom Sefenjoch

Wanderung zur Bad Kissinger Hütte auf einen Blick

3
Schwierigkeit
4,45 Std.
Gehzeit
12 km
Länge
↑ 560 Hm ↓ 1240 Hm
Höhendifferenz

Auf dem Gräner Höhenweg zur Bad Kissinger Hütte

Zu Beginn führt uns ein steiler Weg zum Schartenschrofen, der uns beeindruckende Einblicke in die nahen Felswände von Roter Flüh und Gimpel bietet. Anschließend wandern wir auf dem einfacheren Gräner Höhenweg, der herrliche Weitblicke bietet, im Auf und Ab zur Bad Kissinger Hütte. Wie ein Adlerhorst klammert sich die Hütte an die steile Südflanke des Aggenstein. Von der Hütte ist ein steiler Abstecher zum markanten Felshorn möglich, ehe uns der Hüttenweg wieder nach Grän hinabbringt.

Vom Füssener Jöchl zum Schartenschrofen

Bad Kissinger Hütte an der Südflanke des Aggensteins

Bad Kissinger Hütte an der Südflanke des Aggensteins

Am Füssener Jöchl (1818 m) folgen wir dem Weg, der ab hier durchgehend zum Schartenschrofen ausgeschildert ist, nach rechts. Er läuft anfangs durch die Bergwiesen sanft abwärts. Nach kurzer Strecke bleibt der steile Anstieg zur Läuferspitze, die von versierten Bergsteigern auf dem Weg zum Schartenschrofen überschritten werden kann, rechts. Wir folgen dem gemütlicheren Weg und erreichen nach einem kurzen Anstieg das Reintaljoch. Wir halten uns rechts, gehen an der Weggabelung vor der Läuferspitze geradeaus und queren dann die steile Ostflanke der Läuferspitze. Ein kurzer felsiger Abschnitt verlangt etwas Konzentration, ehe wir eine zwischen Läuferspitze und Hallerschrofen eingelassene Scharte erreichen. Hier trifft der schwierige Weg über die Läuferspitze wieder auf den beschriebenen Weg.

Gipfelrast auf dem Schartenschrofen

Nach einem zweiten Schärtchen wird der felsige Gipfel des Hallerschrofen rechts umgangen und wir erreichen einen Bergkamm. Zum ersten Mal geht nun der Blick zum Schartenschrofen, der von den Felswänden von Gimpel und Roter Flüh überragt wird. Unser Weg folgt nur kurz dem Bergkamm und schlängelt sich dann abwärts zum Hallergernjoch. Geradewegs über das Joch erreichen wir den Gipfelanstieg zum Schartenschrofen, der anfangs in steilen Serpentinen bergan führt.

Bald steigen wir jedoch ohne große Mühen durch die Latschen bergan. Ein kurzer Schlussanstieg bringt uns auf den Gipfel des Schartenschrofen (1968 m). Hier beginnt der mit Stahlseilen gesicherte »Friedberger Steig«, der jenseits beeindruckend steil zur »Gelben Scharte« hinabzieht. Wir begnügen uns mit dem atemberaubenden Nahblick auf Gimpel und Rote Flüh und steigen nach der Gipfelrast auf dem bekannten Weg wieder zum Füssener Jöchl ab.

Über die Almwiesen der einsamen Sebenalm

Bad Kissinger Hütte Aggenstein - Auf dem Schartenschrofen

Auf dem Schartenschrofen

Wir folgen geradeaus dem schönen Steig, der sanft abfallend am Südwestfuß des Brentenjochs zu einer weiteren Wegkreuzung führt. Wer in Zeitnot ist, kann sich hier links halten und am Seebach entlang absteigen. Weiter unten trifft dieser Weg auf den Hüttenweg der Bad Kissinger Hütte, auf dem es dann hinab nach Grän geht.

Wir folgen jedoch weiterhin dem Gräner Höhenweg, der uns sanft ansteigend durch den Waldhang zu aussichtsreichen Bergwiesen führt. Wenig später erreichen wir den Bergkamm, der das Brentenjoch mit dem Aggenstein verbindet. Unser Weg verläuft auf der Südseite des Bergkammes zu einer Wegkreuzung, von der wir geradewegs zur nahen, herrlich auf einem Steilfels gelegenen Bad Kissinge Hütte (1788 m, früher Pfrontner Hütte) aufsteigen.

Von hier kann man einen steilen Abstecher auf den markanten Aggenstein unternehmen, der über der Hütte aufragt und für den man zusätzlich zirka eine Stunde einplanen sollte. An der Hütte liegen alle Anstiege des heutigen Tages hinter uns und so können wir ausgiebig die herrliche Aussicht über das Tannheimer Tal auf die Allgäuer und Lechtaler Alpen genießen.

Schlussspurt: Der Abstieg nach Grän

Bad Kissinger Hütte Aggenstein - Die einsame Sebenalm

Bad Kissinger Hütte Aggenstein – Die einsame Sebenalm

Von der Hütte steigen wir auf dem Weg, auf dem wir zuvor aufgestiegen sind, zur letzten, etwas unterhalb gelegenen Wegkreuzung ab. Wir biegen rechts auf den nach Grän ausgeschilderten Hüttenweg ein, der sich parallel zur Materialseilbahn durch den steilen Waldhang abwärtswindet. Weiter unten führt uns eine Brücke über den Seebach und auf der linken Seite des Baches bringt uns ein angenehmer Weg zu einer Forststraße, die geradewegs überquert wird.

Wir steigen nun links der Materialbahn wieder zu einer Wirtschaftsstraße ab, folgen ihr kurz nach links und wandern dann rechts zu einer nahen Kreuzung hinab. Das linke, sanft fallende Sträßchen führt uns geradewegs über die Wiesen. Bei den Häusern von Enge treffen wir auf eine schmale Teerstraße, die uns links bald an den Häusern von Lumberg vorbeiführt. Das Sträßchen knickt wenig später nach rechts ab und leitet uns zur Hauptstraße hinab. An ihr entlang wandern wir nach links und überqueren nach kurzer Strecke den Logbach.

Folgt man hier geradeaus der Hauptstraße, ist das Ortszentrum von Grän schnell erreicht. Da wir unser Auto an der Talstation der Füssener-Jöchl-Bahn geparkt haben, durchqueren wir links ein schmales Gatter und wandern auf einer Wegspur am Bach entlang aufwärts zum großen Parkplatz an der Talstation.

Wanderkarte Bad Kissinger Hütte Aggenstein

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Bad Kissinger Hütte Aggenstein – Wanderkarte

Infos zur Wanderung zur Bad Kissinger Hütte Aggenstein

Wegverlauf Füssener Jöchl – Schartenschrofen – Füssener Jöchl – Sefenjoch – Sebenalm – Bad Kissinger Hütte – Grän
Charakter Die Tour teilt sich in zwei Abschnitte. Der erste Teilabschnitt führt von der Bergstation auf teils steilen und Trittsicherheit verlangenden Steigen auf den Felszacken des Schartenschrofen. Nur mittelschwer ist der zweite Teil der Tour auf dem Gräner Höhenweg.
Ausgangs- und Endpunkt Die Berg- bzw. die Talstation der Seilbahn zum Füssener Jöchl (Fahrbahnauskunft Füssener-Jöchl-Bahn unter Tel. +43/(0) 5675/ 63 63).
Anfahrt Mit dem Pkw von der B 199, die durch das Tannheimer Tal verläuft, auf die nach Pfronten ausgeschilderte Straße durch das Engetal abbiegen. Am Ortsrand von Grän der Beschilderung zur Füssener-Jöchl-Bahn folgen und kurz aufwärts zum großen Parkplatz an der Talstation. Grän liegt an der Buslinie, die von Reutte durch das Tannheimer Tal zum Oberjoch verkehrt, und an der Buslinie, die Pfronten mit dem Tannheimer Tal und dem Vilsalpsee verbindet.
Gehzeiten Füssener Jöchl – Schartenschrofen 0.55 Std. – Füssener Jöchl 0.35 Std. – Sebenalm –1 Std. – Bad Kissinger Hütte 1 Std – Grän 1.15 Std.
Beste Jahreszeit Juni bis Oktober
Karte Topografische Karte 1:50 000 des Bayer. Landesvermessungsamtes, Blatt Füssen.
Einkehr An der Bergstation der Füssener-Jöchl-Bahn, in der Bad Kissinger Hütte und in Grän.
Informationen Tourismusverband Tannheimer Tal, Oberhöfen 110, A-6675 Tannheim, Tel. +43/(0) 5675/622 00, Fax +43/(0) 5675/ 62 20 60, E-Mail: info@tannheimertal.com, www.tannheimertal.com
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